Ein Hoch auf die Nachbarschaft
14.01.2026 GesellschaftAm 29. Mai 2026 lanciert die Gemeinde erstmals einen «Tag der Nachbarschaft». Dieser soll die Bevölkerung motivieren, kleine Feste oder Aktionen in ihren Quartieren auf die Beine zu stellen. Die Gemeinde unterstützt die besten Ideen finanziell.
RAHEL HEGGLIN
Der Grundgedanke ist simpel: Menschen aus derselben Nachbarschaft sollen sich treffen, austauschen und Kontakte knüpfen. Sei es bei einem kleinen Platzfest, einem Garagenflohmarkt oder bei einem lockeren Beisammensein auf ein paar Festbänken. «Es muss nichts Grosses sein. Entscheidend ist, dass die Menschen zusammenkommen und sich kennenlernen», betont Gemeinderätin Barbara Schmid-Häseli. Denn in vielen Ortsteilen sind frühere Dorffeste und kleine Quartieranlässe verschwunden. So wie beispielsweise die Ebeler oder die Blickensdorfer Chilbi. «Heute fehlt es an Gelegenheiten, sich unkompliziert zu treffen», so die Vorsteherin Soziales/ Gesellschaft. Der «Tag der Nachbarschaft» soll dies ändern.
Finanzielle Unterstützung und öffentliches Voting
Gesucht werden Ideen, die generationenübergreifend funktionieren und für alle im Quartier, der Siedlung oder der Überbauung gedacht sind. Diese Vorschläge können über die Plattform www.mitwirken-baar.ch bis Ende Januar eingereicht werden. Gehen mehr als drei Projekte ein, entscheidet ein öffentliches Online-Voting über die drei Favoriten, welche finanziell unterstützt werden. «Die finanzielle Beteiligung der Gemeinde liegt pro Anlass bei bis zu 500 Franken», sagt die verantwortliche Gemeinderätin. Mit diesem Zustupf sollen beispielsweise die Miete für die Festbänke oder ein Teil der Getränke bezahlt werden können. So sollen diejenigen Personen, die sich für die Nachbarschaft engagieren, nicht noch für ungedeckte Kosten aufkommen müssen.
Ein Tag für alle Generationen
Die Eingabefrist wurde nun verlängert. Bei der Lancierung Ende Oktober wurde sie auf Ende Dezember angesetzt. «Wir waren im Herbst wohl gar optimistisch mit der Einreichefrist. November und Dezember sind oft dicht befrachtet, beruflich und mit der Vorweihnachtszeit. Das dürfte dazu beigetragen haben, dass noch nicht viele Vorschläge eingegangen sind», sagt Schmid-Häseli. Sie zeigt sich optimistisch: «Wir hoffen, dass das ‹Januarloch› neuen Raum für weitere Ideen schafft, nachdem bereits in der Altjahreswoche gleich mehrere Vorschläge eingereicht wurden.» Das Projekt wird durch den Bereich Gesellschaft getragen, also sowohl vom falter wie auch von der Kinder- und Jugendarbeit. Im letzten Jahr hat die Gemeinde ihre Quartierarbeit verstärkt, so wie beim Wohnhof Murer in Blickensdorf. Nun kommt der «Tag der Nachbarschaft» dazu, der ideal passt, wie Schmid-Häseli findet: «Er richtet sich nicht an eine bestimmte Altersgruppe, sondern an alle, die sich beteiligen wollen. Es soll nicht darauf ankommen, wie alt man ist, sondern dass man miteinander etwas macht.»
Machen Sie mit!
Sämtliche Ideen, wie der «Tag der Nachbarschaft» gefeiert werden soll, sind also willkommen. Um vom finanziellen Zustupf der Gemeinde zu profitieren, müssen die Vorschläge auf www.mitwirken-baar.cheingereichtwerden.

